Ein erheblicher Teil der Schilddrüsenerkrankungen beruht auf einer Immunreaktion gegen Autoantigene der Schilddrüse. Bei Gesunden ist die Autoreaktivität ein normaler Prozess, der unter Kontrolle von Suppressor-Mechanismen steht.

Bei immunvermittelten Schilddrüsenerkrankungen werden Funktion und das Wachstum der Schilddrüse fehlgesteuert.
Eine Zerstörung des Gewebes erfolgt durch Autoantikörper oder autoreaktive T-Lymphozyten.
Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse können mit einer Hyper-, Eu- oder Hypothyreose einhergehen.

Die wichtigsten Antikörper bei autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen:

1. TRAK (TSH-Rezeptor-Antikörper)

Sie binden an den TSH-Rezeptor und führen über eine Stimulation zum M. Basedow.

2. MAK (Schilddrüsenperoxidase-Antikörper a.TPOAK genannt)

Sie sind typisch für die Autoimmunthyreoiditis (HASHIMOTO).

3. TAK (Thyreoglobulin-Antikörper)

Sie treten bei Autoimmunthyreoiditis auf, sind nur bedeutsam in Fällen, wo MAK negativ sind und dennoch eine autoimmune Schilddrüsenerkrankung vermutet wird.

Indikation:

  • Diffentialdiagnose der Hyperthyreose und Hypothyreose.
  • Schilddrüsenfunktionsstörung mit wechselndem klinischen Bild.
  • TSH-Anstieg unbekannter Ursache.
  • Struma unbekannter Ätiologie.
  • Abklären einer endokrinen Ophthalmopathie.
  • Familiäre Untersuchung bei bekannter autoimmuner Schilddrüsenerkrankung.
  • Risikobeurteilung der Entwicklung einer Schilddrüsenfunktionsstörung

 

Hinweise aus dem EBM:
Die Schilddrüsen-AK dürfen nur einmal pro Quartal und Patient angefordert werden.
Falls Sie neben MAK gleichzeitig TAK anfordern, wird nur MAK vergütet.

 

Leistungskatalog Leistungskatalog: Schildrüsen-Ak
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