Zur Situation:

In letzter Zeit wurde eine Zunahme der Pertussiserkrankungen beobachtet. An Pertussis kann der Mensch ca. alle 10 Jahre erneut erkranken, weder Impfung noch „natürliche Infektion“ induzieren eine dauerhafte Immunität. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion.

Klinik:

Klein- und Schulkinder: typisch stadienhafter Verlauf mit lebensgefährlichen Hustenanfällen
 
Jugendliche, Erwachsene und
Personen mit einer (Teil-) Immunität:
unspezifischer, über viele Wochen hinweg anhaltender Husten
 

Verbesserte Impfraten reduzierten die Erkrankungen bei Säuglingen und Kleinkinder zwar deutlich, dafür werden aber zunehmend Infektionen im jungen Erwachsenenalter und bei älteren Personen nachgewiesen. Neben der Kultur ist der Nachweis von B. pertussis mittels der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) am erfolgversprechendsten im Stadium catarrhale und im frühen Stadium convulsivum.

Diagnostik:

Kultur - 3-4 Tage auf Spezialnährböden, geringe Nachweisquote
Serologie - kein direkter Erregernachweis, Ergebnisse teilweise schwierig interpretierbar,
- Wiederholungsuntersuchung nach 2-4 Wochen notwendig
PCR - direkter Erregernachweis, sofortiges Ergebnis, hohe Spezifität und Sensitivität
- deutliche Erhöhung der Nachweisquote
- seit April 2008 im EBM abrechenbar

Material:

geeignet sind Abstriche von Nasen, Rachen und Mund

Erkankungen pro 100.000 Einwohner

Inzidenz der aus den fünf neuen Bundesländern an das RKI übermittelten Pertussis-Erkrankungen, 2002 - 2006
(Quelle: Epidemiologisches Bulletin, Dezember 2007. Nr. 50)

 

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Leistungskatalog Leistungskatalog: Pertussis-Ak