Die Zöliakie ist eine der häufigsten gastrointestinalen Erkrankungen (Prävalenz 1 : 200-500). Es besteht eine Überempfindlichkeit gegen das Kleberprotein Gluten, welches in vielen Getreidesorten vorkommt.
Das Immunsystem bildet Antikörper gegen körpereigene Strukturen (Gewebstransglutaminase des Dünndarms) wenn gleichzeitig Gliadin aus der Nahrung vorliegt. Nur Träger bestimmter HLA- Merkmale sind hiervon betroffen (siehe Laborinformation Nr. 94-Gentest auf Zöliakie-Disposition). Eine familiäre Häufung wird beobachtet.

Risikogruppen für Zöliakie

  • Verwandte ersten Grades von Zöliakie- Patienten / Dermatitis herpetiformis Duhring
  • Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1, Down-Syndrom, Cystischer Fibrose,
  • Patienten mit Juveniler Rheumatoider Arthritis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, selektivem IgA-Mangel, Osteoporose
  • Patienten mit anderen Autoimmunerkrankungen: Sjögren-Syndrom, Thyreopathie, Karditis/Kardiomyopathie

Indikationen zur Zöliakie-Ak Diagnostik

  • Gedeihstörungen, Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen
  • Müdigkeit, Leistungsinsuffizienz, Infekt-Anfälligkeit
  • Dyspeptische Beschwerden, Stuhlunregelmäßigkeiten
  • Therapieresistente Anämie, Bindegewebs- und Gelenkerkrankungen, Osteoporose
  • Neurolog./ psychiatrische Erkrankungen, isolierte Erhöhungen der AP/Transaminasen

Serologische Antikörper- Bestimmungen haben einen festen Stellenwert bei der Diagnose der Zöliakie. Sie ermögliche neben einer Verlaufskontrolle auch bei IgA- Mangel (hier IgG-Titer beachten, da IgA-Titer falsch negativ sind) auch bei atypischen Verläufen einen sicheren Nachweis der Erkrankung. Neben der Erstdiagnose sind sie zur Verlaufskontrolle der Erkrankung und der Überwachung einer Gluten- freien Diät geeignet. Ak gg. Endomysium kommen bei Gesunden und Patienten mit anderen Darmerkrankungen praktisch nicht vor, bei der unbehandelten GSE beträgt ihre Prävalenz nahezu 100%.

Labor

Material Serum, Anforderung auf

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