Seit 2002 ist die Früherkennungskoloskopie Bestandteil des deutschen Krebsfrüherkennungsprogramms. Derzeit nehmen ca. 2,6% der Berechtigten dieses Angebot der Krankenkassen in Anspruch. Auch an dem alternativen nicht invasiven Screening auf okkultes Blut nehmen lediglich 16 Prozent teil. Dies trägt dazu bei, dass Darmkrebs auch heute noch oft erst in fortgeschrittenem Stadium mit geringen Heilungschancen entdeckt wird.

Die Compliance für die labordiagnostische Untersuchung im Vergleich zu Koloskopie hat einen deutlich höheren Stellenwert, so dass für den Screening eine Methode mit einem möglichst hohen positiven prädiktiven Wert verwendet werden sollte. Die immunologischen Tests zeigen gegenüber dem klassischen Hämoccult® deutlich bessere Ergebnisse in der Erkennung kolorektaler Neoplasien
(Studie von G. Moslein et al., 2010).

Die Kombination der beiden Parameter Hämoglobin und Hämoglobin-Haptoglobin Komplex wird als Marker für gastrointestinale Blutungen verwendet und trägt zum Aufspüren einer größeren Anzahl von Karzinomen und Adenomen bei. Im Gegensatz zu der Untersuchung des okkulten Blutes im Schnelltest, basiert dieser Test auf Erkennung von spezifischen humanen Molekülen. Dadurch sind ernährungsunabhängige Resultate möglich.

Die Empfindlichkeit des Testes beträgt (bei einer Spezifität von 91%) etwa 77% für Karzinome und 81% für große Adenome.

Probenentnahme

2x jeweils eine erbsgroße Menge (ca. 2g) Stuhl

Präanalytische Hinweise

bei Raumtemperatur erfolgt in 24 Stunden etwa 50% Abbau des Hämoglobins.
Daher wird empfohlen, dass der Patient die Proben schnellst möglich in der Praxis abgibt und diese dort bis zur Abholung tiefgefroren werden.

Abrechnungsmodalitäten

  • IGeL

 
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