a) Direkt das Auge betreffende Störungen

Infektionssyndrome verursachende Erreger

  häufig weniger häufig
Keratitis Enteroviren (S)
Masern (S)
Varizella/Zoster (S)
 
Herpes simplex (S)
Konjunktivitis Adenoviren (S)
Haemophilus (A)
Herpes simplex (S)
Streptokokken (A)
Staphylokokken (A)
 
Arboviren (S)
Chlamydien (G, S)
Gonokokken (G, S)
Meningokokken (A)
Pilze (P)
nekrotisierende Retinitis Cytomegalie (S)
 
Toxoplasmose (S)

Probenmaterial:

S = Serum bzw. 5-10 ml Vollblut ohne Zusatz
A = Abstrich für Erregernachweis und Resistenzbestimmung (E+R)
Für die Resistenzbestimmung fachspezifische Festlegung der für Ophthalmologen wichtigen Antibiotika. Abstrich vor lokaler Gabe von Antibiotika oder Lokalanästhesie vornehmen
G = Gensonde, spezielles Abstrichsystem
Methode der Wahl bei Chlamydien und Gonokokken, Lagefähigkeit ca.7 Tage bei 20°
Chlamydien kommen intrazellulär vor: Erst Sekrete entfernen, dann mit leichtem Druck abstreichen !
Den Tupfer vorher mit kochsalzlösung befeuchten.
Antibiotikagabe beeinflusst das Untersuchungsergebnis nicht
P = Säubern der Entnahmestelle mit 70%igem Alkohol. Material vom Rande verdächtiger Prozesse mit einem sterilen Skalpell entnehmen, in ein steriles Röhrchen ohne Zusätze überführen.

Bei Untersuchungen von Kammerwasser, dieses in ein steriles Röhrchen ohne Zusätze überführen.

Materialentnahme:

Die Abstrichbestecke, Blutentnahmesysteme mit Kanülen (wahlweise Vacutainer oder geschlossenes System von Sarstedt) und sterile Röhrchen können kostenlos über das Labor bezogen werden.
Unterweisungen im Umgang mit den Materialien erfolgen ggf. durch das Labor.



b) Indirekt das Auge betreffende Störungen

1. Infektion:

Myopathien Periphere und zentrale Neuropathien Meningitis (häufige)
Adenoviren
Influenza
Varizella/Zoster
Borrelien
Leptospiren
Adenoviren
Arboviren
Borrelien
Cytomegalien
Epstein-Barr
Herpes simplex
HIV
Influenza
Leptospiren
Masern
Mykoplasmen
Picorna
Röteln
Tr.pallidum
Varizella/Zoster
FSME (Frühjahrs-Sommer-Meningoencephalitis)
Meningokokken
Hämophilus influenzae
Streptokokken
Escherichia coli
Picorna
Mumps

2. Gerinnung

Citratblut, 1 Monovette (ca. 5 ml)
Präanalytik für Gerinnungsanalysen ggf. vorher mit dem Labor absprechen.
 
Blutungsneigung: Globalteste:
- PTT
- Quick
- Fibrinogen
bei pathologischen Ausfällen gezielte fortführende Labordiagnostik
 
Thromboseneigung: - Antithrombin III (AT III)
- Protein C
- Protein S
 

3. Fettstoffwechsel

Serum bzw. 10 ml Vollblut ohne Zusatz
Cholesterin, Lipidstatus

4. Allergietestung

Serum bzw. 10 ml Vollblut ohne Zusatz
RAST
IgE-vermittelte Allergietestung, wie Pollenallergie...
Siehe speziellen Anforderungsbogen, maximal 10 Anforderungen

5. Hochdruck

- Katecholamin 24-h-Sammelurin
- Cortisol Serum
- Aldosteron Serum
- Renin Serum, Plasma
(Präanalytik mit dem Labor absprechen)